Über den Verband der Zürcher Bäcker und Confiseure - Zürcher Bäcker-Confiseur-Meister Verband - ZHBC

Über den ZHBC

Herzlich willkommen auf der Website des Zürcher Bäcker-Confiseur-Meister Verbandes ZHBC.

Der ZHBC besteht als solches seit dem 1. Januar 2013 und ist aus dem Zusammenschluss des Bäcker- und Konditorenmeisterverbandes des Kantons Zürich und dem Konditor-Confiseur-Meister Verband des Kantons Zürich entstanden. Die 135 Aktivmitglieder betreiben im Kanton Zürich rund 300 Verkaufsstellen.

Wir setzen uns ein für qualitativ hochstehende Köstlichkeiten aus der Bäckerei, Konditorei und Confiserie. Ein Einkauf bei unseren Mitgliedern wird Sie überzeugen.

[Titel] - Zürcher Bäcker-Confiseur-Meister Verband - ZHBC 22

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Geschichte

Der folgende kleine Überblick zur Geschichte des ZHBC, anlässlich der 150. GV, bietet einen, sicher nicht ganz vollständigen, Einblick in die Geschichte des Verbandes. Die eigentliche Geschichte der Branche wird Tag für Tag und auch in den kommenden 150 Jahren in den Mitgliederbetrieben des Zürcher Bäcker-Confiseur-Meister Verbandes des Kantons Zürich geschrieben.

1871 fanden sich 62 Zürcher Bäckermeister im Zunfthaus zur Zimmerleuten ein und gründeten die Bäcker Sektion Zürich. Grund und Zweck dieser Gründung war die Bekämpfung der eingebürgerten Unsitte, den Kunden zum Jahreswechsel einen sogenannten »Helsweggen» unentgeltlich abzugeben. Die Mitglieder mussten sich schriftlich verpflichten, diese Gratisabgabe in Zukunft zu unterlassen, sonst war eine Konventionalstrafe von Franken 200.00 zu bezahlen. Das war der Beginn einer gewerblichen Selbsthilfe, die 1907 bereits zur Gründung der Zürcher-Basler Einkaufsgenossenschaft, Züba, führte. Erster Präsident des Vereins war Heinrich Baumann aus Thalwil, später Zentralpräsident. Das im neuen Verein gesammelte Gedankengut sollte unter seiner Führung rasch verbreitet werden.

1891 wurde der Zürcher Konditor Confiseuren Verband gegründet.

Als zweiter Präsident amtete Rudolf Schenkel von Zürich, der 1904, nach 7-jähriger Tätigkeit, durch Vater Dolder abgelöst wurde. Dieser hielt die Zügel 20 Jahre lang straff in den Händen, er leitete den Verein geschickt durch die Jahre des ersten Weltkrieges. Die Nachkriegsjahre 1918-1924 brachten einen sozialen Umbruch.

Kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges 1913 führte die Bäckerschaft eine glänzende Ausstellung durch, die auf grösstes Interesse stiess und einen ganz aussergewöhnlichen Erfolg zu zeitigen vermochte.

1920 – 1940 Umbruch & Beginn 2. Weltkrieg

Präsident Vater Dolder übergab 1925 das Amt für 14 Jahre an Jakob Koch. Ihm folgte Fritz Mürdter und 1940 bereits der 6. Präsident Max Kunz. Relativ früh hatte sich Max Kunz, nämlich bereits 1906, mit den seither nicht mehr zur Ruhe kommenden Sozialfragen zu befassen. In diese Zeit fallen die ersten Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag. Sie konnten die vielen Jahre hindurch, ganz besonders unter der geschickten Führung von Max Kunz, stets in würdigem Rahmen geführt werden (ausser während des Bäcker-Boykotts). Er leitete den Verein während der Periode einer immer häufiger zu Tage tretenden staatlichen Intervention, was zur Folge hatte, dass die privatrechtliche Sphäre des Gesamtarbeitsvertrages je länger, je mehr eingeengt wurde. Die Verhandlungen über das Lehrlings-Schulwesen, die Regelungen der Ruhetage sowie des Ladenschlusses, vor allem auch die mannigfaltige kriegswirtschaftliche Gesetzgebung, wie sie durch den 2. Weltkrieg bedingt war, verlangten taktisches Verständnis und Zielfestigkeit, aber auch die Bereitschaft zu Verhandlungen mit den zuständigen Behörden.

Im Interesse der Mitglieder erfolgte 1921 die Gründung der Hilfskasse und der Abschluss eines kollektiven Unfall- und Krankenversicherungsvertrages. Der Trend zur Selbsthilfe was seit der Beendigung des 2. Weltkrieges besonders gross und ist ganz zweifellos als Ausfluss der unvergesslichen Landi zu betrachten. Es war ein Ereignis von grösster Bedeutung, dass die ganze Landi durch eine kollektive Lieferung der Mitglieder bedient werden konnte. Diese Zusammenarbeit setzte der Tätigkeit des Vereines die Krone auf und schenkte führte zur Zahl an 387 Mitgliedern, wohlbemerkt nur in der Sektion Stadt Zürich. So gewappnet schnitt das Vereinsschiff souverän durch die Wogen des Krieges und der Nachkriegszeit.

Die Moderne mit von 1955 – 1999

1956      Lancierung des Sechseläuten Weggens.

1957      Zäh geführte Lohnverhandlungen, die den Verband 1957 vor das Einigungsamt brachten. Ein besonderes Ereignis war die Beteiligung an der Saffa im Vorfeld der Abstimmung zum Frauenstimmrecht fand 1958 am linken Seeufer in Zürich die zweite schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit statt sowie die Gartenbauausstellung 1959.

1960      Die Jahre 1960 und 1961 standen im Zeichen der Revision des zürcherischen Gesamtarbeitsvertrages, was schliesslich zur Schaffung eines schweizerischen Gesamtarbeitsvertrages geführt hat.

1962      Schweizerischer Verbandstag wurde in Zürich durchgeführt.

Ein grosser Aufschwung nahmen auch seit 1940 die Zürcher Propagandaaktionen, die zu Schaffung eines eigenen Ressorts geführt hat. Auch hier hat sich die in Zürich entfaltete Initiative derart durchgesetzt, dass sie sich ab den 60er in anderen Kantonen bis in den Schweizerischen Verband verbreitert hatte. Zuletzt wurde 2021/2022 die Königskuchen Aktion des SBC aus dem ZHBC übernommen.

1966       Anton Bauer übernimmt Präsidium der Zürcher Becker

1972       100 Jahre Feier des Züri-Beck, wie sich der Verein nun nannte

1981       Der 1. Brotmärt wurde in Zürich durchgeführt.

1982       Der Kantonalverband der Bäcker feiert seinen 100 Jahre Jubiläum mit einem    grossen Bäckerumzug durch die Bahnhofstrasse, inkl. Reiter, allen voran der Kantonal Präsident Turi Bumme

1985      Der SBKV feiert sein 100-Jähriges bestehen

1996      Die bis heute noch immer zum Frühlingsanfang durch geführte KISPI Aktion im Kinderspital Zürich findet das erste Mal statt. Heute 2023 verteilen die Vorstandsmitglieder 2’400 Zopfhasen und 420 davon mit einer Confiseuren Masche. Was von den Zürcher Bäckern ins Leben gerufen wurde, wird heute mit Confiseuren und Bäckern aus dem ganzen Kanton weitergeführt und ist eine der Aktionen, welche den Wandel der Zeit überlebt hat.

1997      Aufnahme der ersten Sektionen Affoltern und Oerlikon, es folgten in den folgenden Jahren die Sektion Limmattal und Meilen und später das Zürcher Unterland.

Aber auch die Confiseure hatten in den ersten hundert Jahren grosse Highlights

Aus der Geschichte der Confiseure: Das Zürcher Confiseuren Highlight in den 80ern und Verknüpfung mit der Carma

Anfang der 80er Jahre wurden die Einführungskurse, so hiessen die ÜK’s damals, auf privater Basis und auf Kosten des Stadtzürcher Konditormeisterverbandes bei der Confiserie Sprüngli durchgeführt. Dies störte Max Fey, Mitinhaber der Confiserie Honold. Er knüpfte erste Kontakte mit Fred Hübscher, Direktor der Carma AG in Dübendorf. Ziel war es, einen neutralen Ort für die Durchführung der Kurse zu schaffen. Anfänglich war Carma nicht so begeistert von der Idee. Frey konnte aber Hübscher durch geschickte Verhandlung und Argumentation überzeugen, dass auch Carma von einer solchen Institution profitieren würde. Sie hätten dann einen passenden Rahmen, um neue Produkte vorzustellen und ihre Kunden zu Fachdemonstrationen einzuladen. Die beiden einigten sich, das Projekt weiter zu verfolgen. Mit Freddy Eggenschwiler konnten sie einen ausgewiesenen Fachmann ins Boot holen. Dieser übernahm die gesamte Planung des Umbaus. Eggenschwiler war ein Perfektionist, so plante er bis ins kleinste Detail. Z.B. das Sortiment an Messern pro Arbeitstisch.

1985 fand die dritte grosse internationale Konditoreiausstellung in Zürich statt. Organisiert wurde die Ausstellung vom Zürcher Confiseurmeisterverband und dem Personalverband. Der riesige Besucherandrang bescherte den beiden Verbänden einen beträchtlichen Gewinn. Dieser Erfolg bescherte dem Forum-Projekt Vorschub. Carma übernahm die Kosten für den Umbau und die Infrastruktur, der Meisterverband die Kosten für Einrichtung und Gerätschaften. 1985 startete der Betrieb im Carma-Forum. Max Fey und Freddy Eggenschwiler organisierten nebst den ÜK’s auch Fachkurse mit internationalen Koryphäen wie Karl Schumacher aus Wien-Oberlaa oder Antonio Escriba aus Barcelona. 1997 übernahm Francois Stahl die Leitung des Forums.

Die 2000er-Jahre und die Reorganisation der Verbände

1999       Präsident Ernst Hotz übernimmt das Ruder von Sigi Zimmermann beim Zürcher Kantonal Verband.

2000      Die Jahrhundertwende mit den zu kleinen Sektionen im Kanton, welche ihre Vorstände nicht mehr besetzen konnten, hat begonnen. Es wurden immer wieder Gespräche mit den Sektionen geführt. Mit den Confiseuren Meister Verband fand das jährliche drei Königsessen statt, wo man über die Zukunft und die Zusammenarbeit in den Vorständen sprach und sprach und sprach…

2000       Peter Fierz wird Vorstandsmitglied bei den Confiseuren und Vizepräsident von Fritz Beck. Die Idee, die Abschlussschaustücke an einer Ausstellung zu präsentieren, wir entwickelt.

2001       Geburt der Decorissima unter dem Ressort Chef Peter Fierz. Unverhofft kommt die Meldung vor einer Vorstandssitzung vom Tod des Präsidenten Fritz Beck. Peter Fierz übernimmt interimistisch das        Präsidium der Confiseure, bis Mischa Klaus als letzter Confiseur Präsident ernannt wird. Legendär sind die Auftritte des Confiseuren Präsidenten auch an den Sitzungen der Zürcher Bäcker, wenn er im wahrsten Sinne des Wortes als Master of Chocolat auftrat. Nach dem Zusammenschluss mit den Confiseuren, wurde die Decorissima auch für die Lernenden der Bäcker-Konditoren geöffnet.

2004     Es wird ein neues Logo für den Bäcker-Konditor Meister Verband kurz bkvz in einem öffentlichen Wettbewerb, in welcher eine Werbelernende Ada Taner mit ihrem Vorschlag einer Vollschlanken Bäckersfrau, an einer GV als neues Aushängeschild bestimmt wurde.

2007      Begannen die Verhandlungen unter dem Kantonalpräsidenten Ernst Hotz mit den Sektionspräsidenten der Kantonalen Sektionen über einen Zusammenschluss zu einem einzigen kantonalen Verband, langsam Früchte zu tragen. Winterthur hat sich aufgelöst und ist in die Sektion Wyland übergetreten. Der Stadt Zürcher Präsident Bruno Ghilardi und der Kantonalpräsident Ernst Hotz hatten aber nicht die gleichen Vorstellungen, oder waren es die Vorstände? Es wurde über so viel gestritten und gezankt, dass man von Bern den Verbandspräsidenten des Schweizerischen Verbands und sein Direktor einbestellte, um zu schlichten.

2010      Am Schluss 2010 fand man einen guten Weg, inkl. die beiden Kassier in den neuen Vorstand mit dem grossen Vermögen zu integrieren und so haben die Zürcher heute einen Finanzchef und einen Kassier, welche genau darauf schauen was mit dem Geld gemacht wird. Die Lösung war, eine absorbierende Fusion des Kantonalen Verband in den Stadtzürcherischen Züri-Beck und diesen als Kantonalverband weiterzuführen.

2013      Fanden endlich auch noch die Confiseure, mit welchen man ja auch bereits ein paar Jahre verhandelte und drei Königs Essen durchgeführt hatte, den Weg mit den Zürcher Bäcker zusammen und wurden in Verband integriert, es entstand der Zürcher Bäcker-Confiseur-Meister Verband des Kantons Zürich, kurz ZHBC genannt. Die Vision des Präsidenten Hotz einen Verband im Kanton Zürich zu vereinen war Wirklichkeit geworden und seine Arbeit erfolgreich.

2013      Der neue Präsident Peter Lyner legt als seine Ziele im Vorstand dar, darunter dass Bäcker und Confiseure ab sofort eins sein. Dies wurde von den Mitgliedern und dem Vorstand ab dem ersten Tag so gelebt.

2019      Die Integration der Jungmeister sollte den Vorstand neu ausrichten und für die Zukunft fit machen. Die Pandemie 2020-2022 verzögerte den Prozess um zwei Jahre, aber ab 2022 wird dieses Ziel wieder aufgenommen und so der Überalterung im Vorstand entgegengewirkt.

2020      Die Corona-Pandemie bestimmt die Arbeit des Verbandes in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalverband. Es kann sichergestellt werden, dass die Bäcker-Confiseur-Meister-Branche, im Sinne der Grundversorgung, von flächendeckenden und langfristigen Schliessungen verschont bleibt.

2023      150. Generalversammlung des ZHBC.